Materialien im Vergleich
Schlittenpolster gibt es aus verschiedenen Materialien, die sich in Komfort, Wärme und Haltbarkeit unterscheiden:
Filz
Natürlicher Wollfilz ist der Klassiker. Er isoliert gut, ist atmungsaktiv und nimmt wenig Feuchtigkeit auf. Einfache Filzauflagen gibt es ab ca. 8 €. Nachteil: Trocknet langsam, wenn er einmal nass wird.
Schaumstoff
Geschlossenzelliger Schaumstoff (EVA oder PE) bietet hervorragende Isolierung und Polsterung. Er nimmt kein Wasser auf und trocknet sofort. Ideal für nasse Tage. Ab ca. 10 €.
Kunstfell/Lammfell
Echtes oder künstliches Lammfell bietet den höchsten Komfort und die beste Wärmeisolierung. Es fühlt sich luxuriös an und sieht auf dem Holzschlitten besonders schön aus. Ab ca. 20 € (Kunstfell) bzw. 40 € (echtes Lammfell).
Thermostoff
Moderne Thermopolster mit Aluminiumschicht reflektieren die Körperwärme und bieten so eine besonders effektive Isolierung bei minimalem Gewicht. Ab ca. 15 €.
Befestigung und Passform
Eine gute Polsterung muss sicher auf dem Schlitten sitzen:
- Klettbänder: Die häufigste Befestigung. Klettbänder werden um die Querstreben des Schlittens gelegt. Einfach und universell passend.
- Gummibänder: Elastische Bänder halten die Polsterung an den Kanten des Schlittens. Einfach zu befestigen, können aber bei Kälte hart werden.
- Druckknöpfe: Einige Hersteller bieten Polster mit Druckknöpfen an, die am Schlitten befestigt werden. Sicherster Halt, aber nicht universell passend.
- Lose auflegen: Einfache Filzauflagen werden nur aufgelegt. Funktioniert, kann aber bei der Fahrt verrutschen.
Tipp: Messen Sie vor dem Kauf die Breite und Länge der Sitzfläche Ihres Schlittens. Die Polsterung sollte genau passen – zu große Polster stehen über und behindern, zu kleine rutschen weg.
Kaufberatung für Schlittenpolster
Die wichtigsten Kaufkriterien:
- Wasserdichtigkeit: Die Unterseite sollte wasserabweisend oder wasserdicht sein, damit keine Nässe durchdringt
- Rutschfestigkeit: Die Unterseite sollte rutschfest sein, damit die Polsterung nicht verrutscht
- Dicke: Mindestens 1 cm Polsterung für spürbaren Komfort. 2–3 cm für optimale Dämpfung
- Waschbarkeit: Abnehmbare, waschbare Bezüge sind hygienischer und langlebiger
- Universelle Passform: Achten Sie auf universelle Größen oder verstellbare Befestigungen
Polsterung selber machen
Wer kreativ ist, kann sich eine Schlittenpolsterung auch selbst basteln:
- Isomatte zuschneiden: Eine alte Isomatte auf die Größe der Sitzfläche zuschneiden. Günstig und effektiv, aber nicht besonders elegant.
- Filzstoff kaufen: Wollfilz im Stoffladen kaufen und passend zuschneiden. Für die Befestigung Klettband oder Gummibänder annähen.
- Sitzkissen umfunktionieren: Ein wetterfestes Gartenstuhl-Sitzkissen kann als Schlittenpolster dienen, wenn es die richtige Größe hat.
- Fleece-Decke: Eine zusammengelegte Fleece-Decke ist die schnellste Lösung. Sie isoliert gut, muss aber nach dem Rodeln getrocknet werden.
Fazit: Schlittenpolsterung – kleines Zubehör, großer Unterschied
Eine gute Schlittenpolsterung ist das wichtigste Zubehör für komfortables Rodeln. Sie isoliert gegen Kälte, dämpft Stöße und ermöglicht deutlich längere Rodelausflüge.
Für gelegentliches Rodeln reicht eine einfache Filz- oder Schaumstoffauflage (ab 8 €). Wer regelmäßig und lang rodelt, sollte in eine dick gepolsterte Thermoauflage oder ein Lammfell investieren.
Unser Tipp: Kaufen Sie gleich beim Schlittenkauf eine passende Polsterung dazu – nach der ersten Fahrt ohne werden Sie sich wünschen, Sie hätten eine.
